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  • Marion Wosowiecki

Nassfutter, wirklich die bessere Alternative zu Trofu?

Der größte Vorteil von Nassfutter ist wohl der, dass es von den meisten Hunden sehr gerne gefressen wird. Außerdem ist es ohne Gebrauch von Konservierungsmitteln lange haltbar. Oft enthält es hochwertigere Zutaten als Trockenfutter und kommt mit weniger Füllstoffen und Getreide aus. Es ist leicht zu lagern und ähnlich unkompliziert wie Trockenfutter. Nachteile sind die oft höheren Kosten und die extrem hohe Müllmenge auf Grund der Verpackung. Es erfolgt keine Pflege der Zähne, wodurch es oft zu vermehrter Zahnsteinbildung kommt. Die Kotmenge ist größer und er Kot ist weicher und weniger geformt, hierdurch kann es zu Problemen mit den Analdrüsen kommen. Billiges Feuchtfutter enthält oft schwer verdauliche Bestandteile, so dass es zu Gasbildung im Dickdarm kommt.

Wie erkenne ich jetzt ein gutes Nassfutter?


Eine optimale Zusammensetzung von Dosenfutter sieht folgendermaßen aus:


45 % durchwachsenes Muskelfleisch

20 % Mägen (z.B. Pansen)

10 % Innereien

20% Obst / Gemüse

5 % Knochenmehl, Fischöl, Kräuter etc.


Leider ist es auch beim Nassfutter nicht immer der Fall, dass die Inhaltsstoffe eindeutig deklariert werden. Der Gesetzgeber ermöglicht verschiedene Varianten:


Die offene Deklaration sieht z.B. so aus:

40 % Muskelfleisch vom Rind

16 % Hühnerhälse

12 % Rinderpansen

8 % Karotten

5 % Zucchini

5 % Apfel

4 % Rinderleber

4 % Rinderniere

4 % Rindermilz

1 % Lachsöl

0,8 % Petersilie

0,1 % Seealge

0,1 % Dorschlebertran


Hier sind alle Zutaten genau nachvollziehbar


Die halboffene Deklaration:

64 % Rind (z.B. Lunge, Pansen, Leber)

16 % Huhn

18 % Gemüse und Obst

2 % Öle, Kräuter und Algen


Bitte erinnert euch an meinen Artikel über das Trockenfutter. Wenn z.B. nur Huhn angegeben ist, kann das alles vom Huhn sein, also auch Krallen, Federn, Knochen ect.


Die geschlossene Deklaration:

Fleisch und tierische Nebenprodukte (4 % Rind)

Getreide

Mineralstoffe

Pflanzliche Nebenerzeugnisse

Öle und Fette

Fleischbrühe


Futtersorten, bei denen nicht eindeutig angegeben ist, was sie enthalten, sollte man meiden.


Jetzt komme ich nochmal auf die Dose an sich zu sprechen. Und zwar geht es hier um die Umwelthormone im Hundefutter. Es ist mittlerweile bewiesen, dass über die Konservendose die Chemikalie Bisphenol A in die Nahrung von Hunden kommt. Bereits nach wenigen Tagen des Konsums ist die Substanz im Blut nachweisbar. wie eine Studie aus den USA zeigt. Wahrscheinlich verändert sie auch die Darmflora der Vierbeiner. Bei Hunden wurde nachgewiesen, dass der Stoff in den Hormonhaushalt eingreift. Beim Menschen besteht der Verdacht, dass er Autismus begünstigt, Wachstumsprozesse stört und Übergewicht fördert.


Im nächsten Artikel widme ich mich dem Kochen und Barf.

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